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Archiv für: April 2008

25.04.2008, 16:33:55, Kategorie: Musik

Neues Portishead-Album „Third“

von Stephan Dürr

Heute landete pünktlich das neue Album „Third“ von Portishead auf meinem Tisch. Mein erster Eindruck: Großartig!

Das Trio hat sich seit dem letzten Studioalbum „Portishead“ ganze 10 Jahre Zeit gelassen. Und das Warten auf die 11 Tracks hat sich gelohnt. Das Album ist melancholisch wie eh und je, und dabei deutlich gereift.

Anhören!

23.04.2008, 22:07:01, Kategorien: Architektur, Le Corbusier

Unité d’Habitation, Marseille (Architekt: Le Corbusier, 1952)

von Stephan Dürr

Unité d’Habitation Marseille

Unité d’Habitation Marseille

Unité d’Habitation Marseille

Unité d’Habitation Marseille

Unité d’Habitation Marseille

Die Unité von Marseille war die erste von insgesamt fünf Wohneinheiten und wurde 1952 fertiggestellt. Das Konzept der zur Wohnmaschine gestapelten Maisonette-Wohnungen geht auf Le Corbusiers „Pavillon de l’Esprit Nouveau“ von 1925 sowie das System „Dom-ino“ von 1914 zurück. Neben den Wohnungen sind hier weitere Funktionen wie Geschäfte, ein kleines Hotel und eine Wäscherei zu einer vertikalen Stadt integriert, auf dem Dach gibt es einen Kindergarten, ein Freilufttheater und eine Sporthalle.

Der Mensch steht nicht nur funktional im Mittelpunkt, er wird auch zum Maßstab bis ins Detail: Le Corbusier wendete hier zum ersten Mal sein kurz zuvor entwickeltes Maßsystem „Modulor“ konsequent in der Praxis an. Die harmonischen Maße dieser Fibonacci-Reihe leiten sich von der Greifhöhe eines stehenden Menschen von 2,26 m ab.

Das Gebäude steht auf mächtigen Stahlbetonstützen, unter denen der Verkehr und das öffentliche Leben hindurchfließen sollten.

Die Wohnmaschine ist ein typisches Beispiel für Le Corbusiers Streben nach einer radikalen Änderung der Architektur, die unter Verwendung technischen Möglichkeiten bessere Lebensbedingungen schaffen sollte. Der intellektuelle Unterbau hat bei Le Corbusier großes Gewicht. Er selbst sieht sich ganz unbescheiden als Universalgenie in der Tradition eines Leonardo da Vinci. Dass seine gebaute Architektur diesem messianischen Anspruch in der Praxis – besonders im Rückblick – nicht immer gerecht wurde, schmälert in keiner Weise seine Leistung als der prägendste Architekt und radikalste Erneuerer der Architektur des 20. Jahrhunderts.

18.04.2008, 20:10:50, Kategorien: Architektur, Peter Zumthor

Kunsthaus Bregenz (Architekt: Peter Zumthor, 1997)

von Stephan Dürr

Kunsthaus Bregenz

Kunsthaus Bregenz

Die transluzente Fassade des Kunstmuseums besteht aus satiniertem Glas, das in großen Platten ähnlich den traditionellen Holzschindeln verlegt wurde.

Die Treppenläufe und Geschossebenen zeichnen sich durch die schleierartige Hülle deutlich ab.

Gleichzeitig gelangt durch die Fassade Licht über die Deckenbekleidungen in die Treppenhäuser und Ausstellungsräume, die ebenfalls aus satiniertem Glas gefertigt sind.

Ein weiteres dominierendes Material ist der Sichtbeton, dessen Oberfläche teilweise farblich behandelt wurde.

16.04.2008, 17:14:01, Kategorie: Design

Braun Combiscope D 6 (Design: Dieter Rams 1963)

von Stephan Dürr

Braun Combiscope D 6

Braun Combiscope D 6

Braun Combiscope D 6

Das „Combiscope" D 6 ist eine Weiterentwicklung des D 5 aus dem Jahr 1962.
Der Entwurf von Dieter Rams verbindet beispielhaft Erfindergeist mit selbsterklärender Gestalt.

In der Anwendung als Diabetrachter wird der D 6 um ca. 45° nach hinten gekippt, um eine optimale ermüdungsfreie Benutzung zu ermöglichen. Die Projektionslinse bleibt dabei eingeschoben und erzeugt ein virtuelles Bild im Auge des Betrachters.

Bei der Benutzung als Projektor wird das „Combiscope“ gerade aufgestellt. Die Projektionslinse wird dabei ausgezogen; durch mehr oder weniger großen Auszug wird das projizierte Bild fokussiert.